Gefeiert wurde bis weit nach Mitternacht

13.01.2015

“Nicht Dreigestirn, nicht Prinzenpaar, eine Prinzessin regiert die Narrenschar”

Bornheim-Merten (fes). “Ihr seid ein fantastisches Publikum”, überschwenglich vor Freude über ihren bombastischen Einmarsch lobte Nina Trost ihre zahlreich erschienenen Untertanen, die ihr am Samstagabend zujubelten, als sie im Festzelt auf dem Mertener Heinrich-Böll-Platz aus den Händen vom Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft Josef Breuer die Insignien zur Macht erhielt.

Fortan lenkt sie die Geschicke der örtlichen Frohnaturen als Nina I. – und das als Soloprinzessin, wie sie auch in ihrem Motto betont: “Nicht Dreigestirn, nicht Prinzenpaar, eine Prinzessin regiert die Narrenschar”, so die 1980 in Köln geborene und in der Perle des Vorgebirges aufgewachsene Bürokauffrau, die aus den Reihen des Spielmannszugs Merten kommt.
Frisch proklamiert verkündete sie sodann ihre elf närrischen Gebote, die ganz im Zeichen der Nächstenliebe stehen, wie § 3 verlautbart: “Alle Jecken, die gesund und kräftig sind, sollen auch an die denken, die nicht mehr so gut können. Bückt euch auch mal für eine Kamelle für die aal Frau Schmitz”. Ansonsten wurde Bürgermeister Wolfgang Henseler die Befehlsmacht über das närrische Volk abgesprochen, das Wort Aschermittwoch ist tabu, wer dies in Gegenwart von Nina I. ausspricht, dem droht eine empfindliche Geldstrafe in Höhe einer Getränkerunde für die Prinzessin samt Gefolge. Natürlich ist auch die Polizeistunde an den tollen Tagen aufgehoben.
Gefeiert wurde bis nach Mitternacht mit Knallern die Strunz & Büggel, den Bands “Die Cöllner” oder “De Vajabunde” und Stimmungsgranate Olaf Henning. Durch das Programm führte Sitzungspräsident Christian Köhl. Am Sonntagnachmittag stand gleich der erste “Diensttermin” auf dem Programm. Der Auftritt beim 5. Mertener Kindertollitätentreff.

Quelle: http://www.schaufenster-bonn.de/rag-rsg-sf/docs/1023608/karneval (Schaufenster, Letzte Änderung: Dienstag, 13.01.2015 15:20 Uhr)